Deutz AG Unternehmerkennzahlen verbessert

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Der Traditions Motorenbauer Deutz AG, mit Hauptsitz in Köln, hat seine Unternehmenskennzahlen im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich verbessern können. Der Umsatz erhöhte sich und stieg um rund ein Fünftel, der Auftragseingang um knapp ein Drittel, das Ergebnis stieg sogar noch stärker an!

Wie das Unternehmen heute vor Eröffnung der Börse bekannt gab, läuft das Geschäft mit Dieselmotoren nach wie vor sehr gut. So verkaufte der Kölner Motorenbauer in den ersten sechs Monaten dieses Geschäfts Jahres knapp  30% mehr Aggregate als im Jahr zuvor. Der Umsatz entwickelte sich demnach in eine für das Unternehmen profitable Richtung, mit rund 878 Millionen Euro! Dieser Wert lag um rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert 2017 mit „nur“ 735 Millionen Euro.

Selbst der Wert aller Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2018 stieg um 36,6% auf knapp über 1 Milliarde Euro. Im ersten Halbjahr 2017 betrug dieser Wert noch 200 Millionen Euro unter dem diesjährigen Ergebnis. So setzte sich der Wachstum auch im zweiten Quartal rasant fort, auch wenn der Auftragseingang zwischen den Monaten April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um lediglich 30,5 Prozent angestiegen war.

Gewinnanstieg erstes Halbjahr 2018

Gleichermaßen sind auch die Gewinne in die Höhe geschossen! So stiegen parallel die Zinsen, Steuern und Sondereffekten (EBIT) um mehr als das Doppelte auf 48 Millionen Euro. Auch im zweiten Quartal 2018 legte das EBIT gegenüber dem Vorjahresquartal mit 26 Millionen Euro um rund 70% zu.

So betonte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Dr. Frank Hiller im Gespräch:

„Der Start in das neue Geschäftsjahr hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Der rasante Anstieg der EBIT-Rendite signalisiert, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung ihre Wirkung zeigen“!

Auslandsrisiko China und Arbeitsniederlegung beim Zulieferer Halberg-Guss

Zugleich ist das Auslands Geschäft mit China in der Geschäftsentwicklung etwas eingetrübt. So wird das Konzernergebnis im zweiten Quartal aufgrund von Bewertungsanpassungen für das Joint Venture Deutz Dalian im hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen Millionen Euro-Bereich belasten.

Im kommenden Geschäftsjahr soll diese Belastung aber aus Veräußerungserlösen, Lizenzerträgen und zusätzlich aus der Auflösung einer positiven Währungsumrechnungsdifferenz ausgeglichen und überkompensiert werden, kündigte der Vorstand weiter an.

Mit der voraussichtlichen Trennung von weniger rentierlichen Aktivitäten strebt Deutz Auslandsberiech eine Neuorientierung an. Parallel dazu werden bereits Gespräche mit potenziellen neuen Partnern aus der Baumaschinenbranche und dem Agrarbereich geführt.

Auch der, seit nunmehr über vier Wochen anhaltende Streik, dürfte sich für den Motorenhersteller Deutz bei einem seiner wichtigen Zulieferer, voraussichtlich negativ prognostizieren. Die kürzlich erst gegründete Halberg-Guss GmbH gehört ebenfalls zu den kritischen Zulieferern. Hält der Streik weiter an, wird es im laufenden Quartal zu Engpässen in der Produktion und damit zu Umsatzeinbußen kommen. Die daraus entstandenen Streikfolgen habe man auf die eigene Produktion frühzeitig abwenden können. Aus genau diesem Grund werde der Vorstand derzeit keine Ergebnisprognose für das Gesamtgeschäftsjahr abgeben, erklärte Vorstandschef Hiller abschließend.

Der aktuelle Aktienkurs reagierte daraufhin mit einem heftigen Ausschlag auf die Neuigkeit. Zunächst startete er mit 6,78 in den Handel, doch bereits nach einer guten halben Stunde fiel der Aktienkurs auf 6,48 Euro je Anteil ab. Allerdings nach nur wenigen Minuten sprang der Kurs auf 6,92 Euro! Stabilisiert hat er sich allerdings inzwischen bei etwas über 6,70 Euro. Am Vortag schloss das Wertpapier mit 6,96 Euro.

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