„Fremde“ Tierarten breiten sich in Köln aus

Nilgans

Gebietsfremde Tierarten, von Menschen in einem neuen Lebensraum angesiedelt, werden Neozoen genannt. Auch in Köln haben sich tierische Neubürger niedergelassen.

Fremde Tierarten Halsbandsittich

Halsbandsittiche. Erstmals wurden Halsbandsittiche in den 1960er Jahren in Köln in „freier Wildbahn“ gesichtet. Vermutlich wurden sie ausgesetzt oder sind ausgebüxt. Inzwischen haben sich die Vögel am Rhein entlang immer weiter ausgebreitet. Ursprünglich entstammen sie der afrikanischen Savanne und dem indischen Subkontinent.

Nilgänse.  Die Gänse fühlen sich wohl in Köln und wurden in den 1970er Jahren zunächst als Ziervögel in britischen Gärten angesiedelt, vermehrten sich dann aber so rapide, dass sie auch in Deutschland Enten und Wildgänsen den Lebensraum streitig machen. Die fremden Vögel dürfen gejagt werden. Jäger haben auch den Auftrag, den Artenschutz zu gewährleisten. Deshalb versuchen sie seit Jahren, die Ausbreitung einzudämmen.

Chinesische Wollhandkrabbe Im Rumpf eines Bootes soll die Wollhandkrabbe Anfang des 20. Jahrhunderts ihre lange Reise von China nach Europa angetreten haben, vermutlich noch als Larve. Ein blinder Passagier sozusagen. Die Krabben sind Allesfresser und haben außer dem Menschen keine Fressfeinde.

Asiatische Marienkäfer. Gezielt wurden die kleinen Nimmersatte in den 1980er Jahren von China importiert, weil sie die Pflanzen vor Schädlingen schützen. Problem dabei ist, dass die Fremdlinge fünfmal so viel fressen, wie der heimische Siebenpunkt, der sich von etwa 50 Blattläusen am Tag ernährt.

Viele andere Tiere sind in Köln heimisch.

  • Füchse, die die Kölner City erobern,
  • Bussarde, die ihr Revier verteidigen,
  • Kaninchen, auf die Jagd gemacht wird,
  • Rehe, die die Veilchen von Gräbern kahlfressen,
  • Waschbären, die Topfpflanzen ausgraben und Mülltonnen umschmeißen.

Wie kommt es zu der Ansammlung wilder Tiere? Tiere suchen die Nähe der Menschen, weil es in ihrer Umgebung immer Nahrung zu finden gibt.

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