Kölner Musikszene ist bedeutender Standortfaktor

Kölnermusikszene

Jedes Jahr veranstalten die Kölner Musikclubs rund 8.000 Live-Veranstaltungen, welche etwa vier Millionen Besucher anziehen. „Nicht nur diese Zahlen sprechen für sich. Die Kölner Musikszene, besonders die Popkultur, ist Wirtschafts- und Imagefaktor zugleich“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der Industrie- und Handelskammer Köln. Die IHK begrüßt den Antrag von CDU, Grünen, FDP und Ratsgruppe GUT für die Ratssitzung am Dienstag, den 6. Februar 2018.

Anfang Januar 2018 fand die Cologne Music Conference statt, welche von der IHK Köln als Partner unterstützt wurde. Die Veranstaltung habe deutlich gemacht, welche Bedeutung die lebendige Musikszene nicht nur für die Kulturwirtschaft besäße. „Ein breites Angebot an Kulturveranstaltungen dient der gesamten Wirtschaft. Es erhöht die Attraktivität des Standorts für junge Fachkräfte und Start-ups.“ Solch erfolgreiche Veranstaltungen seien laut IHK Köln ohne die Clubkultur nicht denkbar.

“Der Ratsantrag geht in die richtige Richtung, aber dies wird auch Auswirkungen auf Bebauungspläne und die Entwicklung von Stadtquartieren haben müssen“, so Soénius. Wer die Clubszene halten wolle, dürfe auf der anderen Seite nicht mit Planungsbeschränkungen Entwicklungen verhindern. So fordert die IHK Köln seit langem, die lebendige Kultur- und Kreativszene in Köln stadtentwicklungspolitisch zu berücksichtigen. „Köln hat nicht viele Brachflächen und Experimentierräume. Daher hilft nur ein klares Bekenntnis zur Kreativwirtschaft.“, erklärt Soénius.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft sei schon lange als Impulsgeber in der Stadtentwicklung bekannt. Eine Verankerung von Kreativquartieren in der Bauleitplanung trage zum Erhalt bestehender Einrichtungen bei und ermögliche das Ausprobieren kreativer Ideen. „Im Ergebnis profitieren alle Beteiligen von der Werterhaltung und sogar Aufwertung des Standortes.“ Beteiligt seien unteranderem Bürger, Stadt, Unternehmen, Eigentümer, Kreative und Kulturschaffende.

Die IHK Köln verspricht die Stadt weiterhin bei diesem Thema unterstützen. Zum einen konkret mit dem im Antrag genannten, auf Geodaten basierenden, Clubkataster und zum anderen im IHK-Branchenforum Kultur- und Kreativwirtschaft. In diesem sind alle Kulturwirtschaftsbranchen vertreten und diskutieren die Anliegen der Unternehmen mit der Stadt. „Aus dem Branchenforum könnte auch der im Antrag genannte Beirat gegründet werden“, so Soénius. Zudem sollen Kataster für weitere Branchen folgen. Letztlich habe die Förderung der Musikwirtschaft auch Auswirkungen auf die anderen Kreativbranchen: „Wenn von außerhalb wahrgenommen wird, dass solche Unternehmen hier willkommen sind und Unterstützung erfahren, zieht dies viele Kreative von Kunst bis Games an“, so Soénius. Die Zustimmung des Stadtrats zum vorliegenden Antrag würde ein wichtiges Signal darstellen.

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